Zentrum » Forschungsinstitut im Gesundheitswesen » Deutschlands Beste Medizin-Website
Im Zeitalter der Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft muss das Gesundheitswesen wach gerüttelt werden und auf die Notwendigkeit der Erstellung und richtigen Pflege einer Webseite hingewiesen werden. Denn immer mehr Patienten und Kunden orientieren sich über die zur Verfügung stehenden Kliniken, ihre Krankenkasse oder Ihren Fach- und Zahnarzt. Eine schlechte oder gar fehlende Webseite geht mit einer negativen Reputation einher. Oft entscheidet sich der Patient, unabhängig von der Qualität der medizinischen Leistungen, für den Arzt, dessen Webseite ihm am meisten entgegenkommt, ihm beispielsweise verständlich erklärt, was ihn erwartet oder was er zu beachten hat. So ein Service am Kunden wird gerne angenommen und trägt zu einem verbesserten Dialog zwischen Arzt und Patient bei.
Das Deutsche Zentrum für Medizinmarketing betreut seit 2003 mehrere Wettbewerbe um die beste medizinische Website.
Seit 2003 werden verschiedene Wettbewerbe für »Deutschlands Beste Medizin-Website« durchgeführt. Besonders bekannt und schon als Tradition gepflegt sind die Wettbewerbe »Deutschlands Beste Praxis-Website« und »Deutschlands Beste Klinik-Website«. Beide Wettbewerbe werden seit ihrer Einführung durch Novartis unterstützt und machen durch eine immer weiter ansteigende Teilnehmerzahl viel von sich reden. Die Teilnahme ist für die entsprechende Zielgruppe kostenlos. Aktuelle Informationen über die Wettbewerbe in diesem Jahr erfahren Sie auf unserer Webseite. Zu den FAQs gelangen Sie hier.
Bei den Wettbewerben werden die Webseiten nach den »MiM (Marketing in der Medizin) - Kriterien« der Arbeitsgruppe »Marketing und Werbung in der Medizin« der Heidelberger Universität bewertet. Diese Kriterien sind seit ihrer Entwicklung in den Jahren 2000-heute von etwa 30 auf weit über 120 Einzelkriterien angewachsen. Die Bewertungskriterien wurden vom Deutschen Zentrum für Medizinmarketing überarbeitet und immer wieder an die schnellen Änderungen im Web angepasst. im Jahr 2009 wurden die Bewertungskriterien um weitere 20 technische Merkmale ergänzt. Diese werden im Rahmen des Server-Stress-Tests gemessen. Ab 2012 fließen in die Kriterien auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser mit ein.
Es gibt mehrere Bereiche, die von speziell ausgewählten Gutachtern analysiert werden. Zu den MiM / MMA-Kriterien zählen unter anderem:
Alle Kriterien werden mittels einer ordinalen Skala (Schulnoten) oder nominativ (vorhanden / nicht vorhanden) bewertet. Beim Design werden unter anderem der erste Eindruck der Startseite, die farbliche Gestaltung, das Schriftbild / die Typograhie, Qualität und Auswahl der Abbildungen sowie das gesamte CD bewertet. In der Usability finden die Steuerungsmöglichkeiten über die Webseite, das Vorhandensein von Buttons auf der Webseite, Orientierungshilfen und der gesamte logische Aufbau Berücksichtigung. Ebenso werden die Barrierefreiheit und die Möglichkeit des Ausdruckes etc. mit einer ordinalen Skala bewertet. Größter Komplex sind die Inhalte der Webseite, die nach Zielgruppen getrennt analysiert werden. Im Zentrum stehen dabei die medizinischen Informationen inklusive der Illustrationen. Aber auch ein Glossar oder die Möglichkeit des Downloads von Medizintexten werden von den Gutachtern geprüft. Dabei werden die Gutachter nach Zielgruppe ausgewählt; Inhalte für Ärzte / Einweiser werden auch von einem Arzt analysiert und bewertet. Neben den medizinischen Hauptinformationen finden die organisatorischen Inhalte Berücksichtigung bei der Ermittlung des Endwertes der Webseite. Dazu zählen Lebensläufe und Bilder ebenso wie Checklisten oder Anfahrtsskizzen. Serviceleistungen für Patienten oder Ärzte, Onlineformulare, Downloadmöglichkeiten etc., werden gesondert bewertet. Dabei werden die Techniken des Web 2.0 mit Blogs, PodCasts, VR, Community-Möglichkeiten, mobile Applikatioen etc. einzeln analysiert und geprüft. Wie die Webseite - technisch betrachtet - vermarktet wird, wie das Ranking ist und wie die Meta-Tags gesetzt werden, findet im Bereich Onlinemarketing Berücksichtigung. Abzüge gibt es bei technischen Problemen, veralteten Seiten, langen Ladezeiten, nicht abstellbarer Musik und toten Links. Abgerundet wird das Gesamtbild durch die rechtliche Analyse, die aber keinen direkten Niederschlag im Endscore zur Folge hat.
In 2010 wurden auch Laienmeinungen von Patienten in die Bewertung mit aufgenommen. Über ein randomisiertes Bewertungsverfahren können Patienten bis zu fünf Webseiten von Krankenhäusern anhand verkürzter Bewertungskriterien bewerten. Diese Noten fließen dann zu einem Teil in die Endnote mit ein. Auch wenn der Einfluss nur wenige Prozent ausmacht, so kann er am Ende durchaus auch das Ranking noch beeinflussen. Insbesondere dann, wenn die Endnoten - wie fast jedes Jahr - so eng beieinander liegen.
seit 2003-heute
Die Ergebnisse werden jedem Teilnehmer einzeln zugestellt. Ein Ranking der Top-10 wird jährlich veröffentlicht. Informationen werden in einschlägigen Magazinen sowie auf unserer Webseite veröffentlicht.
Seit dem Start des Wettbewerbs haben an diesem Projekt mehr als 100 Personen mitgewirkt. Eine namentliche Nennung aller Beteiligten ist daher an dieser Stelle nicht mehr möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Nach Eingang aller Anmeldungen wird ein Team von 5–10 Gutachtern zusammengestellt. Jeder Gutachter bewertet einen bestimmten Bereich der Websites nach unterschielichen Kriterien. Beispiel: der Gutachter für das Design bewertet Farben, Schriften, Lesbarkeit, Qualität der Fotos, Einsatz von Illustrationen und Corporate Design der Websites im Detail, Bedienung und Technik gehen ebenfalls in die Gesamtnote mit ein. Die anderen Fachbereiche werden von den entsprechenden Gutachtern analog bewertet. Medizinische Informationen für Patienten werden von Nichtmedizinern, Informationen für Zuweiser von Ärzten bewertet. Am Ende liegt für jedes Bewertungskriterium eine Einzelbewertung vor, das für jeden Teilbereich zu einem ersten Ergebnis aufsummiert wurde (beispielsweise ein Score für Design, ein Score für Bedienung, etc.). Aus allen Einzelbewertungen wird dann der Endwert berechnet. Dabei werden bestimmte Merkmale, die für Patienten wichtiger sind, höher bewertet, so zum Beispiel medizinische Informationen.
Der Wettbewerb »Deutschlands Beste Praxis-Website« ist der eigentliche »Ur-Wettbewerb« und findet seit 2003 statt. Die Ausschreibung läuft in einem 2-jährigen Turnus ab, der nächste Wettbewerb wird voraussichtlich 2012 stattfinden. Die Betreiber der besten 10 Websites erhalten eine Urkunde und auf den Top Ten der Praxis-Websites darf das Siegel des Wettbewerbs platziert werden. Außerdem erhält jeder Teilnehmer eine Übersichtsstellungnahme der Gutachter mit individuellen Kommentaren zum Webauftritt.
Die rege Teilnahme an den Wettbewerben »Deutschlands Beste Praxis- und Klinik-Website« der letzten Jahre hat zu der Überlegung geführt, der Zahnmedizin einen eigenen Wettbewerb zu widmen. Daher findet ab 2012 die Ausschreibung um »Deutschlands Beste Dental-Website« statt. Weitere Informationen werden wir Ihnen an dieser Stelle bald zur Verfügung stellen.
Die Anzahl der Krankenkassen in Deutschland liegt bei über 200 – die meisten von ihnen haben eine eigene Webseite. Der Wettbewerb »Deutschlands Beste Krankenkassen-Website« wird zum 1. Mal in 2012 ausgeschrieben. Ab April 2012 werden wir Ihnen weitere Informationen an dieser Stelle zur Verfügung stellen.